Fakten rund um Libellen!

Libelle gehört nicht nur zur Gattung der Software sondern auch zur Gattung der Insekten – Wissenswertes rund um das liebenswerte Insekt (Odonata)

Seit wann gibt es Libellen? Und wie viele Arten sind bekannt?

Die Software-Libelle gibt es seit rund 25 Jahren. Hierbei haben uns die Insekten Libellen überflügelt, denn sie sind eine sehr alte Tiergruppe. Die Vorfahren unserer heutigen Arten flogen bereits vor über 300 Millionen Jahren in den Wäldern des Karbons, aus denen sich unsere heutige Steinkohle bildete. Sie erlebten das Erscheinen der Dinosaurier vor 265 Millionen Jahren und überlebten auch deren Verschwinden vor 65 Millionen Jahren.
Heute sind weltweit etwa 5.600 Arten bekannt, die sich auf zwei Hauptgruppen verteilen, die Groß- und die Kleinlibellen. Zwar finden sich unter den Großlibellen meist die größeren, gedrungenen Arten, aber diese Einteilung beruht nicht auf der Körpergröße, sondern auf dem Bau der Flügel. Diese sind bei den Kleinlibellen annähernd gleich groß und werden im Sitzen nach hinten geklappt oder zusammengelegt. Dagegen sind bei den Großlibellen die Hinterflügel deutlich breiter und werden im Sitzen waagerecht ausgebreitet. Übrigens, die Software-Libelle ist einzig in ihrer Art.

Welche Besonderheiten haben Libellen?

Eine Besonderheit der Insekten ist ihr Flugapparat. Die Flügel können einzeln und unabhängig voneinander bewegt werden, damit sind spektakuläre Flugmanöver möglich. So können die Tiere können wie Hubschrauber auf der Stelle verharren und einzelne Arten sogar rückwärts fliegen. Die Frequenz der Flügel mit etwa 30 Schlägen pro Sekunde ist im Vergleich mit anderen Insektengruppen relativ gering, damit können große Arten aber Geschwindigkeiten bis zu 50 km/h erreichen.

Wo leben Libellen?

Im Leben der Libellen spielt der Lebensraum Wasser die zentrale Rolle. Wie alle Insekten entwickeln sich die Libellen aus Eiern. Aus dem Ei schlüpft eine Larve, die heranwächst und sich dabei mehrfach häutet. Die Larven aller Libellenarten leben im Wasser. Die Eier werden daher bereits direkt in ein Gewässer abgelegt, oder aber in der Umgebung. Bei den ursprünglicheren Arten werden die Eier mit einem Legebohrer in Wasserpflanzen eingebohrt aber auch in tote Pflanzenteile und sogar in trockene Erde.
Die Libelleneier vieler Arten können eine gewisse Zeit auch außerhalb von Wasser überdauern, so können auch Zeiten, in denen kein Wasser zur Verfügung steht, überbrückt werden. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven sind aber auf das Wasser angewiesen um wachsen zu können. Die ausgewachsene Larve kriecht dann aus dem Wasser und direkt aus dem letzten Larvenstadium schlüpft das fertige Fluginsekt. Dabei wird kein Puppen-Stadium wie bei anderen Insektengruppen etwa den Fliegen oder Schmetterlingen durchlaufen.
In Mitteleuropa leben ungefähr 80 Libellenarten, von diesen Arten werden eine Vielzahl von Gewässertypen besiedelt. Es gibt Fließwasserarten, die spezifisch die Quellbereiche besiedeln, während andere Arten charakteristisch für die großen Ströme wie Rhein, Donau, Elbe und Oder sind. Auch bei den stehenden Gewässern bilden Moore, Sümpfe aber auch Seen, Teiche und Tümpel ein weites Lebensraumspektrum.

Können Libellen wirklich stechen? Sind sie sogar gefährlich?

Libellen gelten allgemein als angriffslustig, stechfreudig und bisweilen sogar beißwütig. Es wird Zeit, diesen immer noch weit verbreiteten Irrglauben über die angebliche Gefährlichkeit der Libellen auszuräumen.
Da der oben erwähnte Legebohrer dem Stechapparat anderer Insekten ähnelt, hat dies zu der weitverbreiteten Auffassung geführt, Libellen könnten stechen und seien daher gefährlich. Libellen-Namen im Volksmund wie „Augenstecher“ oder „Teufelsbolzen“ zeugen von dieser Fehlinterpretation. Libellen sind völlig harmlos mit Ausnahme für ihre Beute, denn alle Libellenarten sind als Larven im Wasser und als Fluginsekt räuberisch und vertilgen großen Mengen meist anderer Insekten, etwa Mücken und Fliegen.
Libellen beißen auch nicht. Trotz der bei Großlibellen beeindruckend großen, kräftigen und scharfen Kiefer (Mandibeln), denen kaum ein Insektenpanzer standhält, können Libellen dem Menschen keine „blutigen Fleischwunden“ beißen. Die Kauwerkzeuge der Libellen sind für den Menschen völlig harmlos!

Libellen sind nicht giftig, denn sie haben keinerlei Giftdrüsen, die beim Stechen, Beißen oder einfachen Berühren zu Vergiftungen führen würden.

Libellen sind faszinierende Wesen und Bioindikatoren, die unseren Schutz brauchen!

Libellen sind faszinierende Wesen, wir treffen sie meist an Gewässern, dort kann man die einzelnen Arten und deren Verhalten beobachten. Die Häufigkeit des Auftretens der einzelnen Arten gibt gute Hinweise über den Zustand des jeweiligen Lebensraumes. Libellen sind somit sehr gute Bioindikatoren. Mit der Bedrohung der heimischen Lebensräume steigt aber die Bedrohung für die dort lebenden Libellen. Besonders die ursprünglichen, naturnahen Lebensräume sind in unserer heutigen Kulturlandschaft akut bedroht. Bei uns in Baden-Württemberg zeigen die Arten der Moore und der Sumpflandschaften dramatische Bestandsrückgänge, da diese Lebensräume durch den Menschen stark zurückgedrängt wurden. Auch der Klimawandel trägt zur Gefährdung dieser Landschaften durch lang andauernde Trockenphasen bei. Insgesamt sind in Deutschland knapp 50% der heimischen Libellenarten bedroht und stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Daher ist es notwendig die Entwicklung der Bestände genau zu verfolgen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Mit dem Schutz der Libellen erreichen wir letztlich, dass ganze Lebensgemeinschaften erhalten bleiben und wir so zu einer besseren Umwelt beitragen können.

Für den Schutz der Instekten-Libellen steht die Schutzgemeinschaft Libellen in Baden-Württemberg.
Lesen Sie hier mehr über die wertvolle Arbeit der Schutzgemeinschaft und über Libellen!

Für den Schutz Ihrer Daten stehen wir, die Software-Libelle!
Schauen Sie sich dazu gerne auf unserer Website um.

Herzlichen Dank an Dr. Theodor Benken und Dr. Franz-Josef Schiel von der Schutzgemeinschaft Libellen in Baden-Württemberg für den Text und die Bilder.

Was können wir für Sie tun?

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